Jod ist essenziell für die Schilddrüse und Gehirnentwicklung. Veganer, Schwangere und Nicht-Meeresfrüchte-Esser sind besonders gefährdet.
Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone T3 und T4, die nahezu jeden Stoffwechselprozess im Körper regulieren: Energie, Wärme, Herzschlag, Hirnentwicklung, Wachstum. Ohne ausreichend Jod kann die Schilddrüse diese Hormone nicht produzieren.
Deutschland gilt als Jodmangelgebiet — die Böden sind jodarm, und Jodsalz deckt den Bedarf oft nicht vollständig. Besonders vegane Ernährung (keine Milchprodukte und Seefisch) führt häufig zu Jodmangel.
Kein Seefisch, wenig Milchprodukte → häufig Mangel
Erhöhter Bedarf: 230–260µg/Tag statt 150µg
Himalayasalz, Meersalz enthalten kaum Jod!
Jod wird über Schweiß ausgeschieden
Nein! Himalayasalz und natürliches Meersalz enthalten praktisch kein Jod. Wer trendy Salze verwendet statt jodiertem Speisesalz, riskiert Jodmangel. Bei veganer Ernährung ist das besonders problematisch.
Ja, aber Vorsicht: Algen (besonders Kelp/Kombu) können extrem hohe Jodmengen enthalten — bis zu 2000µg pro Gramm. Das ist weit über dem Tagesbedarf und kann die Schilddrüse belasten. Nori-Algen (Sushi) sind sicher.
Ja — Jod als Mineral (Kaliumiodid) ist halal. Bei veganen HPMC-Kapseln gibt es keinerlei halal-Bedenken.
Nicht zwingend, aber sinnvoll: Selen ist ebenfalls essenziell für die Umwandlung von Schilddrüsenhormonen (T4→T3). Wer Jod supplementiert, sollte auch auf gute Selen-Versorgung achten.